Die erste Etappe des zweiten Tourtages führte Kerstin Griese auf einen altersübergreifenden Spielplatz, den Wülfrather „In den Banden“-Park. Anschließend ging es zum „Girls only“-Treff in der evangelischen Gemeinde Ratingen, wo sich Flüchtlingsmädchen treffen.
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Der Spielplatz befindet sich unmittelbar neben dem Haus-August-von-der-Twer, einem großen Altenheim. Denn der Park soll nicht nur Kinder und Familien, sondern eben auch Seniorinnen und Senioren ansprechen. „Das Zusammenspiel klappt gut in der beispielhaften Grünanlage mit interessanten Spiel- und Fitnessgeraten im Herzen der Kalkstadt“, schreibt die Rheinische Post, die gleichzeitig feststellt: „Die Bundestagsabgeordnete setzt auf das Engagement der Menschen.“ Es sei schön, dass so viele Wülfratherinnen und Wülfrather an dem besonderen Projekt mitgewirkt hätten, lobte Kerstin Griese die Elterninitiative. „Stadtgestaltung geht nicht ohne Bürger.“
Auch der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Preuß und Angela Sprink vom Jugendamt hoben hervor, dass es erst die gesammelten Spenden ermöglichten, alle Wünsche bei der Parkgestaltung umzusetzen. „Auf den Generationenaspekt haben wir von Anfang an geachtet“, sagte Sprink. „Idee ist, Spielwert und Begegnung der Generationen zu ermöglichen.“
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Kerstin Griese im Gespräch mit Andrea Laumen, die die Jugendarbeit der evangelischen Gemeinde leitet.
Während Einzelne mit ihrer Familie bereits in Wohnungen leben, befinden sich andere noch in Flüchtlingsunterkünften. Sie berichteten der Abgeordneten davon, dass die sanitären Einrichtungen teilweise nur über den Hof zu erreichen seien und dass es dort keine Trennung von Familien und alleinstehenden Männern gebe. „Die Dusche kann nicht abgeschlossen werden“, sagte ein Mädchen, die deshalb Angst hat, alleine zu den Sanitäreinrichtungen zu gehen. „Ich werde bei der Stadt deswegen nachfragen“, versprach Kerstin Griese.
Die meisten Kinder gehen auf das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium oder die Martin-Luther-King-Gesamtschule und besuchen dort inzwischen den regulären Unterricht. Am schwersten fällt ihnen dabei das Englische, weil sie viel Stoff nacharbeiten müssen, erzählten die Schülerinnen. Insgesamt fühlen sie sich aber sichtlich wohl an ihrer Schule und in Ratingen, wo sie gerne bleiben wollen.
Bedrückend waren die Schilderungen, wie sie nach Deutschland gekommen sind. Die Mädchen erzählten Kerstin Griese vom plötzlichen Aufbruch im syrisch-irakischen Kriegsgebiet, dem Alleinsein in den türkischen Bergen, als sie zwischenzeitlich die Eltern verloren hatten, geldgierigen Schleppern und leckenden Flüchtlingsbooten.
Auch die Mädchen hatten Fragen an die SPD-Abgeordnete, denn einige von ihnen sind „Botschafterinnen für Kinderrechte“. Dazu haben sie Kerstin Griese interviewt. Die Ergebnisse werden sie am 15. September zum Weltkindertag auf dem Marktplatz präsentieren.






