Bundestagsdebatte: Mehr Rechte für indigene Völker

„Richtet eure Augen auf die indigenen Völker, respektiert und schützt ihre Rechte!“, sagte Kerstin Griese in der Bundestagsdebatte über die ILO-Konvention 169. Mit diesem Übereinkommen möchte die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) die Rechte der „eingeborenen und in Stämmen lebenden Völker“ schützen.

Griese übte deutliche Kritik an den Staaten, in denen die indigenen Völker „weitgehend vom politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben ihres Landes ausgeschlossen“ sind. Sie forderte nachdrücklich, dass diese an allen sie betreffenden Entscheidungen partizipieren dürfen: „Vor allem bei Landrechten, natürlichen Ressourcen und Umwelt, rechtlicher Gleichstellung, politischer Teilhabe und Selbstverwaltung“, zählte Kerstin Griese auf.

Auch wenn in Deutschland keine indigenen Bevölkerungsgruppen leben, sei die Ratifikation von ILO 169 ein bedeutender Beitrag zum Schutz Indigener. „Das Übereinkommen betrifft 5000 indigene Völker in etwa 90 Staaten. Sie stellen fünf Prozent der Weltbevölkerung, gleichzeitig aber 15 Prozent der in Armut lebenden Menschen“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin.

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