Elektrogeräterückgabe, Atomausstieg, Fracking, Klimaschutz: „Kerstin Griese trifft … Barbara Hendricks“ sorgte bei den 80 Bürgerinnen und Bürgern im Heiligenhauser Club für großes Interesse. Die Bundesumweltministerin stieß mit ihren fundierten Antworten auf viel Zustimmung.
» WAZ Heiligenhaus: „Es wird kein Fracking geben“
Kerstin Griese fragte zu Beginn nach der erst am Vortag ins Kabinett eingebrachten Neuregelung zur Rücknahme alter Elektrogeräte. „Es geht darum, dass die Bürgerinnen und Bürger es leichter haben, ihre Altgeräte zurückzugeben“, so Hendricks, die schilderte, dass Geräte bis zu einer Größe von zirka Din A4 künftig direkt in den Laden gebracht werden können. „Der Onlinehandel wollte nicht so recht. Wer alles Tag und Nacht liefern kann, der muss es aber auch wieder zurücknehmen“, ist die Ministerin überzeugt. „In den Elektrogeräten sind zusammengenommen Tonnen von wertvollen Metallen.“
Jean Pütz und viele andere Bürgerinnen und Bürger aus Heiligenhaus und Umgebung beteiligen sich an der Diskussion.
Auch Kerstin Griese sprach sich eindeutig gegen das Fracking aus. Sie wies gleichzeitig auf viele Bürgerbedenken hin, die Zweifel an der Wirksamkeit der geplanten hohen Hürden äußern. „Warum wird es nicht einfach verboten?“, griff Griese eine oft gestellte Frage auf. „Es ist unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismäßigkeit nicht möglich, einfach alles zu verbieten, was potenziell gefährlich ist“, stellte Barbara Hendricks die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen dar. Sie will dafür sorgen, dass es eine Regelung gibt, die rechtssicher ist. Es gäbe aber eine ganze Reihe von Mitgliedern in der CDU/CSU-Fraktion, die der Wirtschaft mehr Möglichkeiten geben möchte, sagte Hendricks.
Da Barbara Hendricks nicht nur für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zuständig ist, sondern auch für Bauen, griff Kerstin Griese abschließend auch das Thema Städtebau auf. Das Programm „Soziale Stadt“ sei von der schwarz-gelben Koalition zusammengekürzt worden, so Griese, die SPD habe jetzt dafür gesorgt, dass in diesem Bereich wieder investiert wird. „Wir wollen rechtzeitig ein Stadtviertel auffangen, das in Gefahr schwebt, abzurutschen“, beschrieb Bundesministerin Hendricks ihr Engagement für den sozialen Zusammenhalt in den Städten. Kerstin Griese freute sich, dass Ratingen und Velbert aus diesen Mitteln unterstützt werden.





