Rente, Mindestlohn und Langzeitarbeitslosigkeit

Im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales stehen die Themen Rente, Mindestlohn und Langzeitarbeitslosigkeit auf der Tagesordnung. Deshalb informiert sich die Ausschussvorsitzende Kerstin Griese vor Ort regelmäßig über die Entwicklungen zu sozial- und arbeitsmarktpolitischen Themen.

In dieser Woche stand ein Treffen mit dem Leiter der Arbeitsagentur des Kreises Mettmann, Marcus Kowalczyk, auf dem Plan. Noch ist die Agentur im alten Gebäude an der Mettmanner Ötzbachstraße untergebracht. Kowalczyk freut sich darauf, schon im nächsten Jahr gemeinsam mit dem Jobcenter in einen Neubau am Ortseingang von Mettmann umziehen zu können. Thema des Gespräches waren die Entwicklungen in der Arbeitsvermittlung und der positive Trend beim Abbau der Arbeitslosigkeit.

Mit dem Personalrat des Jobcenters.

Mit dem Personalrat des Jobcenters.

Bei einem Besuch des Personalrates des Jobcenters im Kreis Mettmann informierte sich Kerstin Griese über die Situation der Beschäftigten und deren Vorschläge zur Verbesserung der Betreuung von Langzeitarbeitslosen. Denn diese Gruppe sei schwerer in Arbeit zu vermitteln. Besonders eindringlich wurde Griese geschildert, dass zirka 60 Prozent der langzeitarbeitslosen Menschen psychische Probleme hatten und dass man dafür noch passgenauere Hilfen benötige. Eine engere Vernetzung verschiedener Hilfsangebote sei nötig. „Diese Erfahrungen aus der Praxis sind mir wichtig“, sagte die SPD-Abgeordnete Griese. Personalratsvorsitzender Peter Sölch sprach auch die hohe Zahl von gerichtlichen Korrekturen von Hartz-IV-Bescheiden an. Er führte sie unter anderem auf die starke Mitarbeiterfluktuation durch befristete Verträge zurück. Kerstin Griese versprach, sich als Arbeitsausschussvorsitzende dafür einsetzen zu wollen, dass mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jobcenter entfristet werden.

Ein Austausch der nordrhein-westfälischen SPD-Bundestags- und Landtagsabgeordneten, die für Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik verantwortlich sind, rundete den Überblick ab. Bei einem Treffen im Düsseldorfer Landtag standen der Gesetzentwurf zum Mindestlohn, die bessere Vermittlung von Jugendlichen in Ausbildung und die Vorhaben zur besseren Teilhabe behinderter Menschen im Mittelpunkt.