Rehkitz

Drohnen: Rehkitzrettung aus der Luft

Die Bundesregierung fördert die Anschaffung von Drohnen, die Rehkitze davor retten, bei Mäharbeiten getötet zu werden. „So lassen sich die Felder effektiv absuchen“, erläutert Sozialstaatssekretärin Kerstin Griese das Förderprogramm.

Griese weiß von ihren Besuchen bei Landwirten im Kreis Mettmann, dass es trotz großer Anstrengungen sehr schwierig ist, die Rehkitze in den Wiesen zu entdecken. „Diese werden von ihren Muttertieren dort abgelegt, um sie vor Raubtieren zu schützen, weil sie noch keinen Fluchtinstinkt haben. Die Kitze ducken sich instinktiv vor Gefahren und sind im hohen Gras kaum zu sehen.“

Eine wirksame Methode, um die Tiere vor der Mahd zu finden, sind Drohnen mit Wärmebildkameras. Ein aus der Luft entdecktes Rehkitz wird in einem Karton an den Wiesenrand getragen und sofort nach den Mäharbeiten an der Fundstelle wieder freigelassen.

„Vereine, die sich für den Tier- oder Naturschutz einsetzen, können diese Fluggeräte anschaffen und sie in Absprache mit den Landwirten einsetzen“, so Kerstin Griese. „Der Bund fördert den Kauf einer Drohne mit 4000 Euro.“