Ausschüsse, Arbeitsgruppen, Anhörungen und Plenum

Ein Praktikumsbericht von Leonard Fehlemann

Ich hatte die Möglichkeit, fast zwei Wochen lang hautnah zu erfahren, wie die Arbeit im Bundestag, in den Abgeordnetenbüros und Ministerien funktioniert. In der ersten Woche, in einer sitzungsfreien Woche, habe ich vor allem gelernt, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Abgeordnetenbüro alles tun.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der Düsseldorfer Gymnasiast Leonard Fehlemann (17 Jahre) und Kerstin Griese MdB.

Persönlich habe ich mich häufig um Briefzustellung und kleinere Aufgaben rund um das Erstellen der Briefe und um die Abwicklung dieser gekümmert. Ich habe außerdem bei der Erstellung von Social Media Beiträgen geholfen. Von Fotos bis hin zu Instagram-Kanälen raussuchen, die verlinkt werden müssen, war alles dabei. Persönlich wichtige Aufgaben habe ich dabei nicht gemacht, aber wenn wir ehrlich sind, habe ich mir schon meine normalen Aufgaben nicht zugetraut. Über die Arbeit der MdB-Büro-Mitarbeitenden habe ich trotzdem sehr viel erfahren.

Ein paar gute Beispiele wären da die ständigen Anrufe für die Mitarbeiter*innen. Ich stelle die Vermutung auf, dass ich an einer Hand aufzählen kann, wie oft ich in Stephanie Lohrs Büro reingekommen und sie nicht telefoniert hat. Die ständigen Bürgeranfragen, Briefe und irgendwelche anderen Büros, die Termine mit Kerstin Griese ausmachen wollen. Briefe über Briefe mit Prospekten und Blättern, adressiert an Kerstin Griese – und ich zitiere hier die Büroleiterin Stephanie Lohr: „Das sind aber wenige Briefe diese Woche“. Eine Sache habe ich in der ersten Woche gelernt: Ohne ihre Büros wären die Abgeordneten mindestens so aufgeschmissen wie ohne Wähler.

In der zweiten Woche kam dann der Superschock, denn die zweite Woche war eine Sitzungswoche, das heißt Ausschüsse, Arbeitsgruppen, Anhörungen und die berühmten Plenarsitzungen – hier nur aufgezählt, weil das die Sachen waren, in denen ich Mäuschen spielen durfte. Zusammengefasst kann man sagen: Viele spezifische Themen und vor allem geht es oft um viel Geld. Trotz der komplizierten Themen war es sehr interessant zu erfahren, wie der Bund die Probleme der Menschen handhabt. Und bei den ganzen Terminen, die eine Parlamentarische Staatssekretärin hat, kommt man echt nicht mehr mit im Terminkalender, manche Zeitpunkte sind von drei Terminen gleichzeitig belegt.

Ich denke, dass mir diese Erfahrung hier in allen Bereichen im Leben weiterhelfen wird und es vor allem mein Verständnis von Demokratie geprägt hat.

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