Ratingen: Kundgebung für ein offenes Miteinander

„Völlig begeistert und total überwältigt“ zeigte sich Kerstin Griese auf der Ratinger Kundgebung gegen Fremdenfeindlichkeit. „5.000 (!) Menschen haben für ein friedliches Miteinander demonstriert, initiiert von den Kirchen, unterstützt von der Moscheegemeinde, den Aleviten, dem Jüdischen Verein, den BürgermeisterInnen und allen Parteien im Stadtrat“, schrieb sie auf Facebook.

„Die Kundgebung war ein ausstrahlungskräftiges Zeichen. Ich bin stolz auf Ratingen‬.“ Griese bedankte sich bei den Verantwortlichen der beiden Kirchengemeinden, dem evangelischen Pfarrer Matthias Leithe und seinem katholischen Kollegen Daniel Schilling, die die Kundgebung ins Rollen gebracht und organisiert haben.

„Viele Menschen wollten nach den schrecklichen Anschlägen in Paris und den unsäglichen Pegida-Demonstrationen ein Zeichen für das friedliche Miteinander setzen.“ Mit der Kundgebung von St. Peter und Paul, entlang der evangelischen Stadtkirche und des alten jüdischen Friedhofs, bis hin zur Moschee am Westbahnhof sei dies hervorragend gelungen. „Christen, Juden, Muslime und Aleviten stehen bei uns gemeinsam und füreinander ein. Das ist vorbildlich“, lobt Griese den interreligiösen Dialog zwischen den Ratinger Kirchengemeinden und Religionsgemeinschaften. Auch Menschen ohne Religionszugehörigkeit hätten mitdemonstriert und fühlten sich als Teil des Zusammenhalts.

„Die Meinungs- und Pressefreiheit ist genauso wie die Glaubens- und Religionsfreiheit ein hohes Gut“, betont Kerstin Griese. „Wir stellen uns allen entgegen, die unsere offene und tolerante Gesellschaft ablehnen.“

» Aufruf zur Kundgebung „Wir gehen miteinander – füreinander“