Fugel, Nüse, Griese

SommerTOUR 2. Etappe: Soziales Zentrum und ABB

Heute ging es vom Heiligenhauser sozialen Zentrum der AWO und der Pflegeunion zu einem Firmenbesuch bei einem Weltmarktführer. ABB ist ein Unternehmen mit tausend Beschäftigten, das sich in Ratingen an der Stadtgrenze zu Düsseldorf befindet.

» Rheinische Post Ratingen/Heiligenhaus: Wo Jung und Alt zusammentreffen

Das soziale Zentrum an der Linderfelderstraße ist ein Haus für alle Generationen. Ihre Besichtigung begann Kerstin Griese im Dachgeschoss. Dort traf sich gerade eine Gruppe der AWO zur Stuhlgymnastik und begrüßte Griese mit einem großen „Hallo“. Anschließend wechselte die Gruppe in den AWO-Treff im Erdgeschoss, um gemeinsam Kaffee zu trinken.

Griese auf den Dach

Die Dachterrasse des sozialen Zentrums: Kerstin Griese, SPD-Landtagskandidatin Sabrina Nüse, der stellvertretende Bürgermeister Eckhard von Zabiensky und Bürgermeister Björn Kerkmann.

Von nebenan waren die Geräusche vieler spielender Kinder zu hören, denn dort betreibt die AWO eine Kita. Doris Becker, die stellvertretende Leiterin des AWO-Treffs, freut sich darüber, denn sie hat selbst mehrere Enkel. Kerstin Griese findet es gut, dass in diesem Zentrum generationenübergreifende Begegnungen möglich sind.

Beim Besuch der Demenz-Wohngemeinschaft – sie befindet sich im dritten Stock – erfuhr Griese, dass das Zusammenleben nicht immer einfach ist. „Die Älteren regen sich manchmal über die schreienden Kleinen auf“, sagte Nina vom Hoff von der Pflegeunion, die die WG betreibt. Kerstin Griese vermutet, dass sich ein gutes Miteinander organisieren lasse, und regte gemeinsame Begegnungen an.

Tradition: Der AWO-Treff hat jetzt ein neues Zuhause in der Linderfelderstraße.

Vom Hoff zeigte Griese ein momentan leer stehendes Zimmer. „Wir vermieten grundsätzlich ohne Möbel – abgesehen von einem Pflegebett –, damit sich die Bewohnerinnen und Bewohner individuell nach ihren Wünschen einrichten können“, erklärte sie. Denn sie sollten „ein Gefühl von Zuhause“ haben. In der Wohngemeinschaft mit ihrer großzügigen Wohnküche können elf pflegebedürftige Menschen betreut werden.

Griese, Fugel

Kerstin Griese und Werkleiter Thorsten Fugel: Betriebsbesichtigung mit einem Rundgang durch die Hallen von ABB.

„ABB gehört zu den vielen Unternehmen, denen es wirtschaftlich gut geht“, stellte Kerstin Griese bei ihrem Firmenbesuch fest. Der Ratinger Betrieb profitiere davon, dass die Weichen für die Energiewende frühzeitig gestellt worden seien. „Sie hat längst Fahrt aufgenommen“, wehrte sich Griese gegen zu viel Schwarzmalerei.

ABB ist Weltmarktführer im Bereich der Schaltanlagen. Rund 25 Prozent des weltweit verbrauchten Stroms flössen durch Anlagen des Unternehmens, erläuterte Werkleiter Thorsten Fugel. „Wir befinden uns derzeit in einem sehr starken Wachstum“, berichtete er. ABB liefere die notwendigen Komponenten für den Ausbau der Stromnetze. Dieser sei unter anderem notwendig, da immer mehr Häuser mit Solaranlagen, Wärmepumpen und E-Auto-Ladestationen ausgestattet sind. „Das ist eine gute Entwicklung, die wir vor dem Hintergrund der Klimakrise weiter vorantreiben müssen“, betonte Kerstin Griese.

Bistritz

Der Betriebsratsvorsitzende Lars Bistritz (links) schildert Kerstin Griese die Herausforderungen seines Einsatzes für die Beschäftigten.

Der Betriebsratsvorsitzende Lars Bistritz schilderte der Abgeordneten die Herausforderungen im Werk. Ein wichtiges Thema sei die drohende Überlastung der Mitarbeitenden, auch weil inzwischen eine zusätzliche Wochenendschicht gefahren wird. Um qualifiziertes Personal zu gewinnen, bilde ABB in großem Umfang selbst aus. „Eine Ausbildungsquote von sieben Prozent ist sehr gut“, lobte Griese die Anstrengungen des Unternehmens.

Als Parlamentarische Staatssekretärin im Arbeitsministerium interessierte sich Kerstin Griese zudem für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. ABB biete bereits seit Jahrzehnten Ferienfreizeiten im Schwarzwald an, sagte Thorsten Fugel. In der ersten und letzten Woche der Sommerferien gebe es außerdem ein attraktives Betreuungsangebot direkt im Ratinger Werk. Auch solche Maßnahmen seien für ABB ein Weg, auf dem Arbeitsmarkt sichtbar zu bleiben, so Fugel. Denn der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte sei groß.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.