Gemeinsam mit Landesverkehrsminister Oliver Krischer und VRR-Chef Oliver Wittke hat Kerstin Griese die S 6 wiedereröffnet. Erstmals seit fast zwei Jahren fuhr wieder eine S-Bahn zwischen Essen und Ratingen, nachdem ein Hangrutsch im Januar 2024 die Strecke am Höseler Tunnel unterbrochen hatte.
„Für viele Pendlerinnen und Pendler bedeutete das lange Umwege, Ersatzbusse und viel Geduld“, sagte Sozialstaatssekretärin Kerstin Griese. „Ich hatte damals viele Gespräche geführt und Briefe geschrieben, damit die Strecke umgehend wieder instand gesetzt wird. Immerhin konnte ich erreichen, dass auf ein zeitraubendes Planfeststellungsverfahren verzichtet wurde – die Bahn beharrte jedoch auf einer offiziellen Plangenehmigung.“ Als diese im Mai endlich vorlag, sei es schnell gegangen. „Schneller als erwartet – sechs Monate früher als ursprünglich geplant.“
Während der Hangsanierung wurden zusätzlich große Modernisierungspakete umgesetzt: neue Gleise auf fast 15 Kilometern, über 24.000 neue Schwellen, 30.000 Tonnen Schotter, Arbeiten für das neue elektronische Stellwerk und umfangreiche Sicherungsmaßnahmen am Hang, die die Strecke für die Zukunft deutlich widerstandsfähiger machen. Insgesamt hat die Deutsche Bahn dafür mehr als 20 Millionen Euro zusätzlich investiert.
Besonders erfreut zeigte sich Kerstin Griese, dass während der Sperrzeit der Bahnhof Hösel umfassend modernisiert wurde. „Er hat nun ein neues Design: Höseler Wälder und Höseler Reh“, sagte die Ratinger SPD-Abgeordnete. „Die S 6 sorgte in den letzten Monaten für viel Unmut, ab heute ist sie aber ein Zeichen der guten Zusammenarbeit von Planerinnen und Planern, Politik und Baugewerken“, meinte Kerstin Griese.
Update: Nachdem es unmittelbar nach der Wiedereröffnung zu massiven Verspätungen, Schienenersatzverkehr und sogar Komplettausfällen kam, wandte sich Kerstin Griese an die Verantwortlichen der Deutschen Bahn (DB) und des VRR. „Ich habe ihnen von der berechtigten Verärgerung vieler Bürgerinnen und Bürger berichtet. Nun habe ich Antworten vom VRR, der sich auch sehr irritiert zeigt, und von der DB erhalten.“ Die zuständige Tochtergesellschaft DB InfraGo habe geschrieben, dass es Störungen in der Stellwerksanlage in Kettwig gegeben hat. „Infolge dessen waren Weichen und Signale auf der Strecke der S 6 temporär nicht bedienbar. Die Störungen seien so schnell wie möglich eingegrenzt und behoben worden, sodass ab dem gestrigen Nachmittag der planmäßige Betrieb wieder aufgenommen werden konnte. DB InfraGo betont, dass das ,Störgeschehen‘ in keinem Zusammenhang mit den in den letzten Monaten durchgeführten Arbeiten auf der Strecke der Linie S 6 stehe.“ Griese hofft sehr, dass es nun störungsfrei klappt und die S 6 endlich wieder regelmäßig fährt.



