Kerstin Griese ist weiterhin Parlamentarische Staatssekretärin für Arbeit und Soziales. Unmittelbar nach der Ernennung von Alexander Schweitzer zum neuen Minister erhielt sie ihre Ernennungsurkunde im Steinsaal des Ministeriums in Berlin.
„Zeit zum Durchatmen bleibt nicht“, sagte Griese, „wir haben viel zu tun“. Dennoch ist es ihr wichtig, die Umstände des Rücktritts von Bärbel Bas genauer zu reflektieren“, so die SPD-Abgeordnete. Griese hat erschüttert, wie wenig Respekt Bas in den vergangenen Wochen und Monaten entgegengebracht wurde. „Gerade in der Politik darf bei aller Auseinandersetzung nie vergessen werden: Hinter jedem Amt steht ein Mensch.“ Griese bedankte sich bei Bärbel Bas auch persönlich für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit.
Gleichwohl freut sich Griese auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Arbeitsminister Alexander Schweitzer. „Wir kennen uns sehr gut, schon aus der Zeit bei den Jusos und im Parteivorstand der SPD“, sagte Griese mit Blick auf viele Gemeinsamkeiten. „Ich bin mir sicher, dass wir viel bewegen können.“
Eine der größten Herausforderungen wird die Rentenreform sein, für die Griese als Staatssekretärin zuständig ist. „Schlagworte helfen da nicht weiter.“ Kerstin Griese hat großes Verständnis dafür, dass viele Betroffene möchten, dass die von der SPD eingeführte Möglichkeit erhalten bleibt, abschlagsfrei früher in Rente zu gehen. „Wer viele Jahre Beiträge gezahlt hat, hat diese Form von Respekt verdient. Da gilt es jetzt, die unterschiedlichen Interessen sorgfältig abzuwägen und auch die der jüngeren Generation zu beachten“, betonte die Abgeordnete.
Fotos: BMAS/Jana Legler



