in der Synagoge

Gesprächskreis Kirche und Politik: Bergische Synagoge

Im Rahmen des Gesprächskreises „Kirche und Politik“, zu dem Kerstin Griese eingeladen hatte, stand jetzt ein Besuch der Bergischen Synagoge auf dem Programm. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten dabei eindrucksvolle Einblicke in das Leben der jüdischen Gemeinde Wuppertal, deren Einzugsbereich auch die niederbergische Region umfasst.

Während der Führung wurde deutlich, welche zentrale Bedeutung die Synagoge heute als Ort des Glaubens, der Begegnung und des Austauschs hat. Zugleich wurde an die „bewegte und schmerzhafte Geschichte jüdischen Lebens in Wuppertal“ erinnert, so Kerstin Griese. „Bis zur Reichspogromnacht 1938 gab es in Barmen und Elberfeld Synagogen, die von den Nationalsozialisten zerstört wurden.“

Die heutige Synagoge wurde 2002 neu errichtet – direkt neben der Gemarker Kirche. An diesem Ort sprach sich 1934 die Barmer Synode der Bekennenden Kirche gegen Nazis und Judenverfolgung aus. Für Griese ist das „ein starkes Zeichen für Erinnerung, Dialog und ein respektvolles Miteinander“.

Im Mittelpunkt der Führung standen auch jüdische Feste und Bräuche. „So erfuhren wir, warum die Menora sieben Arme hat, während der Chanukka-Leuchter acht Lichter sowie zusätzlich den Schamasch trägt.“ Auch die Architektur der Synagoge greift diese Symbolik auf: Die Gestaltung der Fenster nimmt Bezug auf diese religiösen Traditionen.
„Erschütternd ist, dass die Synagoge im Jahr 2014 Ziel eines Brandanschlags wurde. Dies macht deutlich, wie wichtig Begegnungen, Aufklärung und ein entschiedenes Eintreten gegen Antisemitismus bis heute sind“, betont Griese.

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