„Wenn sich die Impfquote nicht kurzfristig sehr deutlich erhöht, werden wir eine Impfpflicht brauchen“, sagt Sozialstaatssekretärin Kerstin Griese (SPD). Gleichzeitig warnt sie davor, darin eine schnelle Lösung zu sehen.

Boostern im Kreis Mettmann: Corinna Butzin (Koordinierungseinheit Corona), Kerstin Griese und Impfarzt Jan Christian Spiecker beim Impftermin in Wülfrath.
„Dafür brauchen wir mehr aufsuchende und mobile Angebote und müssen die Impfzentren wieder öffnen“, appelliert sie an das Land NRW. „Es war ein Fehler, sie zu schließen und die Kommunen mit der Herausforderung allein zu lassen.“ Kerstin Griese bedankt sich beim Gesundheitsamt des Kreises Mettmann. „Es ist zusammen mit den Hausärzten mit großem Engagement im Einsatz, damit alle Menschen schnellstmöglich ihre Boosterimpfung bekommen“, so Griese.
„Wichtig ist, dass die Landesregierung umgehend schnell wirksame Schutzmaßnahmen erlässt, die der Bund ihnen durch das Infektionsschutzgesetz ermöglicht.“ Griese kündigt an, dass die Bundesregierung noch vor Weihnachten eine einrichtungsbezogene Impfpflicht für Krankenhäuser und Pflegeheime umsetzen werden. „Gleichzeitig sollten wir eine allgemeine Impfpflicht ins Auge fassen, die rechtssicher eingeführt werden muss und deshalb einige Zeit braucht“, sagt Griese. Eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona wäre auch ein Signal an all diejenigen, die sich vernünftigerweise haben impfen lassen, um sich und ihre Mitmenschen zu schützen, und die nicht weiter alle Einschränkungen erleiden wollen und können.“

