bei Sunbird

SommerTOUR 7. Etappe: Sunbird Images

„Das ist die ungewöhnlichste Firmenzentrale in der gesamten Region“, sagte Kerstin Griese, als sie das historische Fachwerkhaus am Wülfrather Kirchplatz betrat. In dessen mit ausgestopften Tieren dekoriertem Obergeschoss hat mit Sunbird Images ein weltweit agierendes Hightech-Unternehmen seinen Sitz.

Die Technik mit den Highend-Servern ist kaum zu sehen, da sie sich in den teils antiken Möbeln befindet, wie Griese im Gespräch mit Peter Mullen erfährt. „Hier werden Tag und Nacht Algorithmen trainiert“, so Mullen. Der promovierte Biologe hat das Unternehmen vor 25 Jahren gemeinsam mit einem Studienkollegen als Agentur für Naturfotografie gegründet und später begonnen, Apps zu entwickeln. „Wir hatten 2012 gemeinsam mit einem englischen Partner die allererste Vogelerkennungs-App der Welt auf den Markt gebracht“, erzählte Mullen. Heute hat das Unternehmen hundert Apps im Angebot, darunter die bekannte NABU-App „Vogelwelt“.

Gruppenbild

Sunbird-Chef Peter Mullen, Kerstin Griese MdB, Christian Wolf (Bürgermeisterkandidat der SPD und der Grünen), Kirsten Mullen (Strategie und Marketing bei Sunbird Images).

Kerstin Griese, die vom Wülfrather Bürgermeisterkandidat Christian Wolf begleitet wurde, zeigte sich von der Erfolgsgeschichte des Unternehmens, das als Ausgründung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf entstanden ist, begeistert. Wolf, Experte für Forschungsmanagement und Finanzdezernent der Heinrich-Heine-Universität, möchte, dass die Kompetenzen des Unternehmens auch für die Stadt nutzbar gemacht werden. Künftig möchte Sunbird Images auch eine App zur Bestimmung der Biodiversität anbieten, was etwas ist, das es heute noch nicht gibt.

Insgesamt 18 Leute beschäftigt Sunbird Images, die meisten davon arbeiten remote. Es sei nicht einfach, mit Apps zur Naturbestimmung Geld zu verdienen, sagt Peter Mullen. Denn chinesische Apps, die komplett auf Datenschutz verzichten, und steuerfinanzierte Apps seien große Konkurrenten. „In Deutschland gibt es ein großes Unverständnis dafür, dass digitale Dinge Geld kosten.“