Zum Abschluss der Sommertour geht es vom Klinikum Niederberg zum Vorplatz der Kirche St. Peter und Paul in Ratingen. Dort hat die katholische Gemeinde einen Glaspavillon aufgebaut.
Velbert: Ein hochmodernes Krankenhaus
An diesem Tag besuchte Kerstin Griese den Neubau des Helios Klinikums Niederberg. Nach einer kurzen Einführung ging es direkt in die „heiligen Hallen der Notaufnahme“, wie der ärztliche Leiter des Krankenhauses, Dr. Ingo Wallert, sie bezeichnete, und anschließend in die Radiologie. „Hier können Sie die kurzen Patientenwege erkennen, die Vorteile sowohl für unsere Patientinnen und Patienten als auch für uns behandelnde Ärzte mit sich bringen“, erklärte Wallert. Das könne im Notfall Leben retten.
Den Umzug in den Neubau bewältigte das Klinikum innerhalb von nur drei Tagen – bei laufendem Betrieb. Bei der Vorstellung der Ambulanz für geplante Behandlungen fiel Kerstin Griese besonders die Helligkeit der Räumlichkeiten auf. Sie begrüßte außerdem, dass die Termine über ein Zeitfenster-System organisiert werden. „Dadurch kann unnötige Wartezeit für unsere Patientinnen und Patienten vermieden werden, und wir können effizienter arbeiten“, sagte Ingo Wallert.
Im fünften Stock befindet sich die Privatklinik. Dort zeigte die kaufmännische Klinikleiterin Hanna Gerhardes der Abgeordneten die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur Wahlleistungsstation. Letzte Station des Rundgangs war der Kreißsaal. Er ist der erste in Nordrhein-Westfalen, der von Hebammen und nicht von Ärztinnen und Ärzten geleitet wird. „Andere Krankenhäuser machen es uns nach“, so Stationsleiterin Tessa Wendland.
Das Klinikum bildet in vielen Bereichen aus und ermöglicht Auszubildenden anschließend eine Übernahme. „Es ist gut, dass das Klinikum dieser Verantwortung gerecht wird“, sagte Kerstin Griese. Laut Angaben des Betriebsrats sind zudem alle vorher städtischen Beschäftigten übernommen worden.
Glaspavillon der katholischen Kirche in Ratingen
Von Ostern bis zum 4. Oktober steht der Glaspavillon auf dem Vorplatz von St. Peter und Paul. Die Abgeordnete Kerstin Griese hat sich dort mit Pfarrer Daniel Schilling getroffen.
„110 Aktionen haben hier stattgefunden“, sagte Schilling. „Zurzeit sind die Karnevalisten hier und strahlen jeden Tag einen Livepodcast aus“, berichtete er davon, dass es im Glaspavillon wechselnde Themenschwerpunkte gibt. Mal seien die Schützen da gewesen, und mal sei es um die Frage gegangen, was die Jugend mit der Kirche anfängt.
Kerstin Griese, aktiv im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland, findet die Idee des Glaspavillons bestechend. „Konzepte zur Öffnung von Kirchen sind wichtig. Denn es muss etwas passieren“, wies Griese auf die erheblich zurückgehende Kirchenbindung hin. Für Daniel Schilling ist der Vorteil offensichtlich, dass man nicht nur hinter den dicken Kirchenmauern oder im abseits gelegenen Pfarrsaal verharrt.
„Finanziell ist der Glaspavillon ein Riesenprojekt“, sagte Schilling. Auch deswegen wird die katholische Gemeinde ihn am 4. Oktober wieder abbauen, und es wird so schnell keine Wiederholung geben. „Ich werde dann eine gewisse Wehmut verspüren, und es wird ein Durchatmen geben“, meinte der Pfarrer. Denn es sei eine große Herausforderung gewesen, den Pavillon mit einem regelmäßigen Programm zu bedienen.



