Beim VdK

Neujahrsempfang des nordrhein-westfälischen VdK

Kerstin Griese hat den Sozialverband VdK in NRW als „wichtigen Impulsgeber in sozialen Fragen“ gewürdigt. Zuvor hatte der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge auf einem Neujahrsempfang an das Ende des 2. Weltkriegs vor 75 Jahren erinnert, dessen Folgen die Wurzeln des VdK sind.

Düsseldorfs OB Thomas Geisel, Kerstin Griese MdB, VdK-Landesvorsitzender Horst Vöge

Düsseldorfs OB Thomas Geisel, Kerstin Griese MdB, VdK-Landesvorsitzender Horst Vöge.

Empfang im Apollo-Theater in Düsseldorf.

Der VdK stehe „gegen Fremdenhass, gegen Antisemitismus, gegen Ausgrenzung, für Behinderte“, so Vöge. „Wir wissen genau, was zwischen 1933 und 45 geschah.“ Behinderte seien ermordet worden. Die Würde des Menschen, und nicht nur des deutschen Menschen, werde vom VdK verteidigt, betonte Horst Vöge.

Sozialstaatssekretärin Kerstin Griese leitete ihrer Rede damit ein, dass wir seit dem Jahreswechsel in den zwanziger Jahren leben. „Die sind gottseidank nicht zu vergleichen mit den angeblich goldenen Zwanzigern des vergangenen Jahrhunderts, an die jetzt viele erinnern. Denn diese Zwanziger waren für den Großteil der Menschen weniger golden, sondern eine Zeit von Not und großer Verunsicherung.“ Doch auch die neuen zwanziger Jahre brächten viele Herausforderungen mit sich, wies Griese auf den notwendigen Klimaschutz, die Digitalisierung und den sich verändernden Altersaufbau der Gesellschaft hin. „Wir werden zum Glück immer älter, und immer weniger Junge kommen nach. Das heißt für die Sozialkassen: Weniger Erwerbstätige, weniger Beitragszahler. Gleichzeitig wird der Anteil der Rentnerinnen und Rentner steigen. Denn in den zwanziger und dreißiger Jahren werden die starken Jahrgänge der Babyboomer in die Rente gehen.“

Mit dem Rentenpakt sei 2018 die Rente deutlich gestärkt, die Erwerbsminderungsrente verbessert, das Rentenniveau gesichert und die Rente für Mütter verbessert worden. „2020 wird das Jahr, in dem wir die Grundrente beschließen. Wir erneuern damit das Kernversprechen unseres Sozialstaats: Nach einem Leben voller Arbeit gibt es eine Rente die höher ist als die Leistungen für die, die nicht oder wenig gearbeitet haben.“ Einige Aspekte der Grundrente würden in den jetzt anstehenden Verhandlungen im Bundestag noch internsiv diskutiert. „Umso wichtiger ist daher auch die Unterstützung durch den VdK. Ich kann Sie nur ermuntern, laut zu bleiben und ihre Forderung nach einer Rente für alle weiter einzubringen“, sagte Kerstin Griese im Düsseldorfer Apollo-Theater.