Evangelischer Kirchentag in Berlin und Wittenberg

„Ein schöner Kirchentag ist mit einem heißen Tag zu Ende gegangen“, lautete Kerstin Grieses Fazit des evangelischen Laientreffens in Berlin und Wittenberg. „Neben den großen Veranstaltungen waren es so viele kleine Begegnungen, die beeindruckend waren.“

Diskussion mit Raed Saleh und Andreas Goetze.

Pfadfinder und Pfandfinderinnen am Stand des Bundestages.

Interview am Stand des EKD.

» epd: Experten beklagen zunehmende Islamfeindlichkeit

In einer Podiumsdiskussion mit der Ethnologin Nina Mühe und dem Konfliktforscher Andreas Zick beklagte Kerstin Griese die zunehmende Islamfeindlichkeit. „Menschen aufgrund ihrer Religion zu diskriminieren, ist ein echtes Problem für alle, die sich mit einer Religion verbunden fühlen.“ Mit der AfD habe zum ersten Mal eine deutsche Partei den Islam zum Feindbild erklärt. Im Rahmen des Podiums „Wie siehst du mich? Selbst- und Fremdbilder von Musliminnen und Muslimen“ betonte Griese die Notwendigkeit islamischen Religionsunterrichts. „Religionsunterricht schafft Normalität und ist wichtig für die Demokratie.“ Nur wenn man über die eigene Religion Bescheid wisse, könne man andere verstehen.

Am Stand des AK Christinnen und Christen in der SPD hat Kerstin Griese mit dem Berliner SPD-Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh Andreas Goetze, Pfarrer für interreligiösen Dialog, über den Zusammenhalt in der Gesellschaft diskutiert. Das ehrenamtliche Engagement für Flüchtlinge war Thema eines Gesprächs am Bundestagsstand, wo sich Griese mit Pfadfinderinnen und Pfadfindern getroffen hat.

Auf dem Empfang der SPD, der von Kerstin Griese eröffnet wurde, hat Martin Schulz das Kirchentagsmotto „Du siehst mich“ aufgegriffen. Er erlebe immer mehr Menschen, die Sorgen haben, dass sie und ihre Probleme eben nicht gesehen werden. Deshalb sei die Kirchentagslosung so wichtig, sie fordere zu mehr Respekt auf, sagte Schulz.