Vor 85 Jahren: Bücherverbrennung in Düsseldorf

Vor 85 Jahren haben die Nationalsozialisten in Düsseldorf Bücher verbrannt. Aus diesem Anlass hat Kerstin Griese auf einer Veranstaltung in der Tonhalle aus Irmgard Keuns Zeitroman „Das kunstseidene Mädchen“ von 1932 gelesen.

„Irmgard Keun floh als verfemte Autorin Ende der dreißiger Jahre ins Exil“, sagte Griese. In ihrem Buch seien die Nöte und Sehnsüchte der Menschen zurzeit der Weltwirtschaftskrise anschaulich geschildert.

Die Stadt Düsseldorf hat zusammen mit der Mahn- und Gedenkstätte und dem Arbeitskreis Erinnerung der örtlichen Bezirksvertretung Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kultur, Kirche und Wirtschaft eingeladen. Sie haben aus verbrannten Büchern gelesen, um die Erinnerung wachzuhalten. „Heinrich Heines düstere Vorahnung – ‚dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen‘ – hat sich in den Jahren nach der Bücherverbrennung aufs Schlimmste bewahrheitet“, sagte Kerstin Griese.

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