Unabhängige Beratung für Menschen mit Behinderungen


„Teilhabeberatung ist wie ein Lotse“, sagte Sozialstaatssekretärin Kerstin Griese. Sie helfe Menschen mit Behinderungen oder mit drohenden Behinderungen, durchzukommen und zu verstehen, wo sie individuelle Leistungen finden.

Pst. Kerstin GrieseDas Bundessozialministerium sorge flächendeckend für gute und unabhängige Beratung, die allein den Ratsuchenden verpflichtet ist und ihr Vertrauen findet, sagte Griese anlässlich der Eröffnung einer Fachtagung, zu der 500 Beraterinnen und Berater nach Berlin gekommen sind. „Sie soll Menschen effektiv dabei unterstützen, wenn es um ihre Rechte auf Selbstbestimmung, eigenständige Lebensplanung und Teilhabeleistungen geht.“

Die so genannte „ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ (EUTB), ein niedrigschwelliges Beratungsangebot zu den Rehabilitations- und Teilhabeleistungen, fördert das Sozialministerium seit Anfang des Jahres. Die Fachtagung bietet den Beraterinnen und Beratern der EUTB die Möglichkeit, sich weiterzubilden und auszutauschen. So findet ein Dialog zum Peer-Counseling, der Beratung von Betroffenen durch Betroffene, statt. In fünf verschiedenen Foren werden die Themen Projektförderung, Evaluation, Qualität der Teilhabeberatung, Qualifizierung und Öffentlichkeitsarbeit sowie Vernetzung diskutiert. Auf der Tagung wurde erstmals der Kurzfilm zur Teilhabeberatung gezeigt, der auch in Gebärdensprache erklärt, wie dieses Angebot funktioniert.