| Berlin |
Deutschland als Verantwortungsgesellschaft
Kerstin Griese und Ute Vogt verschrecken die Traditionsbataillone der Partei (Der Spiegel)
Die
Analyse Deutschland als Verantwortungsgesellschaft im Wortlaut
Junge SPD-Abgeordnete wehren sich gegen die erlahmende Reformfreude der Schröder-Regierung, teilte der Spiegel mitten im Sommerloch mit. Gegen die verordnete Politik der ruhigen Hand würden einige bereits den Wahltag im Herbst 2002 ins Visier nehmen, so auch das unter anderem von Kerstin Griese und Ute Vogt geleitete Netzwerk 2010. Der Spiegel meint, dass die Strategen in der Parteizentrale nicht recht wüssten, was sie vom Schreib- und Reformeifer des Nachwuchses halten sollen. Die jungen Wilden schlagen einen Kurs ein, der die Traditionsbataillone der Partei gründlich verschrecken könnte, bewertet das Nachrichtenmagazin die kritische Analyse (,Deutschland als Verantwortungsgesellschaft) der baden-württembergischen Landesvorsitzenden Ute Vogt, 36, und der nordrheinwestfälischen Abgeordneten Kerstin Griese, 34. Sie stellten das Berufsbeamtentum radikal in Frage (ungeeignet und kann so nicht bestehen bleiben). Eine andere Botschaft habe, auch wenn er ungenannt bleibt, einen klaren Adressaten den Kanzler: Das Gemeinwohl stellt sich nicht automatisch ein, wenn die Interessengruppen nur lange genug unter der Aufsicht des Staates verhandeln und sich schließlich auf einen Kompromiss einigen.