Gegen Diskriminierung im Luftverkehr

„Ich halte es für nicht hinnehmbar, wenn jüdischen Fluggästen aufgrund ihrer israelischen Staatsangehörigkeit die Mitreise verweigert wird“, sagte Kerstin Griese der Welt am Sonntag. Das Oberlandesgericht Frankfurt hatte eine gegen Kuwait Airways gerichtete Berufungsklage abgewiesen, mit der sich ein Deutsch-Israeli gegen Diskriminierung wehren wollte.

Seine Reise, die ihn via Kuwait nach Bangkok bringen sollte, war storniert worden, nachdem die Fluggesellschaft von seiner israelischen Staatsbürgerschaft erfuhr. „Ich bin dringend dafür, das 1979 mit Kuwait abgeschossene Luftverkehrsabkommen neu zu verhandeln, um eine solche Diskriminierung auszuschließen“, betonte Griese. Die SPD-Abgeordnete ist stellvertretende Vorsitzende der deutsch-israelischen Parlamentariergesellschaft. „Auch wenn ein Staat keine diplomatischen Beziehungen mit Israel unterhält, muss es möglich sein, dass israelische Bürgerinnen und Bürger den internationalen Transitbereich des dortigen Flughafens betreten.“

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