Europa braucht eine humane Flüchtlingspolitik

Das soziale Europa ist unser Ziel, „und dazu passt nicht, dass Menschen ertrinken, die nach Europa wollen“, hat Kerstin Griese in einer Rede auf dem SPD-Parteitag gesagt. Die Abgeordnete hat Innenminister Friedrich (CSU) vorgeworfen, „mit kaltem Herzen, mit Abwehr und Ignoranz“ auf die Migration zu regieren.

„Wenn die Kirchen nicht aktiv geworden wären, hätte Deutschland noch nicht einmal 5000 syrische Flüchtlinge aufgenommen“, sagte die SPD-Kirchenbeauftragte.

„Wir brauchen die Hilfe der Zivilgesellschaft“, unterstrich Griese. Sie lobte den SPD-Ortsverein, der Fahrräder für ein Asylbewerberheim sammelt, und die Kirchengemeinden, Nachbarschaften und Initiativen, die Kleidung, Spielzeug und „einfach nur Zeit“ für Flüchtlinge mitbringen. Auch die SPD bräuchte manchmal den Anstoß von außen, um in der Flüchtlingsfrage klar Stellung zu beziehen, merkte Griese auf dem Leipziger Parteitag an.