Chancen für das Ehrenamt: Diskussion im Club

„Man diskutiert engagiert und im Geiste der Redensart: Probleme sind zum Lösen da“, berichtet die WAZ vom Treffen des Forum Ehrenamtes für Niederberg und Ratingen. Kerstin Griese hatte die freiwillig engagierten Bürgerinnen und Bürger zu Kaffee und Keksen in den Heiligenhauser Club eingeladen.

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„Aus Ehrenamt entstehen auch politische Forderungen“, sagte Kerstin Griese.

„Aus Ehrenamt entstehen auch politische Forderungen“, sagte Kerstin Griese.

Elisabeth Müller-Witt MdL erläutert, wie die Landesregierung die Belastungen der G8-Schülerinnen und Schüler reduzieren will.

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Beim Forum Ehrenamt im Club wurde rege diskutiert.

Beim Forum Ehrenamt im Club wurde rege diskutiert.

„Vernetzung von ehrenamtlich Engagierten über die Stadtgrenzen hinweg, Tipps für Projekte, aber auch die Diskussion rund um Fragen zum Ehrenamt beschäftigten die Teilnehmer im gut gefüllten Club“, heißt es in der Rheinischen Post. Am Beispiel der oft sehr hohen Gema-Gebühren habe die Vernetzung funktioniert: durch eine Mitgliedschaft im Dachverband ermäßigen sich diese Gebühren, erfuhr der Vorsitzende eines Heiligenhauser Bürgervereins von seiner Velberter Amtskollegin.

Die Frage nach der Arbeitszeitaufzeichnung bei Minijobs im Sportverein und der damit zusammenhängenden Belastung für ehrenamtliche Vorstände konnte Kerstin Griese aus erster Hand beantworten. Das Notieren von Beginn und Ende der Arbeitszeit würde nur „Sekunden“ dauern, sagte sie, und könne von dem Arbeitnehmer auch selbst übernommen werden. „Es reicht aus, wenn das zuständige Vorstandsmitglied diese Liste einmal in der Woche abhakt“, schilderte die Vorsitzende des zuständigen Bundestagsausschusses die unbürokratische Regelung.

Griese unterstrich, dass sich die Mindestlohnregelung nur auf diejenigen Vereinsbeschäftigten bezieht, die dort einen Minijob ausüben. „Selbstverständlich gilt der Mindestlohn nicht für Ehrenamtler, denn das Ehrenamt ist keine Erwerbsarbeit.“ Generell sei ehrenamtliche Tätigkeit kein Ersatz für staatliche Aufgaben. „Das Ehrenamt kann nur ergänzen.“

Ein Beispiel dafür sei das freiwillige Engagement für Asylbewerber. „In allen Städten sagen Menschen sehr spontan, ,wir möchten Flüchtlingen helfen‘. Dforum Ehrenamtas zeigt, dass bei uns der soziale Zusammenhalt funktioniert. Ich bin sehr froh über diese Welle der Hilfsbereitschaft“, so Kerstin Griese.

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